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Abschluss der „Staatl. anerkannten Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams“

 

2015 fanden sich engagierte Weitnauer Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Gemeinderäten und Bürgermeister Alexander Streicher zusammen, um ein Leitbild für die Gemeinde Weitnau zu entwickeln. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass die Ergebnisse aus der Leitbilderstellung fast zwei Jahre später die Grundlage bilden würde für die Beteiligung am Wettbewerb zur „Staatlich anerkannten Alpen-Modellregion“ (AMR), welche vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium ausgeschrieben wurde. So aber konnten die beiden damaligen Bürgermeister Alexander Streicher für Weitnau und Hans-Ulrich von Laer für Missen-Wilhams sowie die Leitbildgruppe auf eine Fülle an Material für die Bewerbung zurückgreifen.

Tatsächlich wurden die beiden Gemeinden gemeinsam als eine von zwei bayerischen Alpen-Modellregionen ausgewählt. Ausgestattet mit einer Fördersumme von insgesamt 270.000 Euro konnten sie ab März 2018 eine Vielzahl an Projekten aufs Gleis bringen und anschieben. 25 Prozent der Projektausgaben wurden als Eigenanteil von den Gemeinden finanziert, so dass ein Gesamtbudget von 360.000 Euro zur Verfügung stand. Manuela Müller-Gaßner, die schon aus dem gemeindlichen Leitbildprozess mit den Projektvorhaben vertraut war, konnte für die Projektleitung der Alpen-Modellregion gewonnen werden.

Einen unterstützenden Rahmen für bürgerliches Engagement zu bilden, war die Aufgabe der Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams. Dass dies gut gelungen ist, darf als größter Erfolg der über zweijährigen Arbeit im Projekt Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams gelten. Auch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Ämtern für ländliche Entwicklung in Krumbach und München kann auf der Habenseite des Projektes verbucht werden und wird den beiden Gemeinden sicher auch in Zukunft zugutekommen. Zum Abschluss der Alpen-Modellregion wurde seitens der Ländlichen Entwicklung Bayern ein informativer Imagefilm produziert, der den Gemeinden nun zu Werbezwecken zur Verfügung steht (abrufbar auf der Homepage der Gemeinden).

„Projektleiterin Manuela Müller Gassner und die beiden neu gewählten Bürgermeister Florian Schmid in Weitnau und Martina Wilhelm in Missen-Wilhams sind sehr zufrieden mit dem Erreichten und optimistisch, dass auch die erst angestoßenen Projekte durch bürgerschaftliches Engagement weiter und zum Erfolg geführt werden können.“

 

 

Teil 2

Erfolgreicher Projektabschluss der „Staatl. anerkannten Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams“

In den zweieinhalb Jahren 2018, 19 und 20, in denen die beiden Gemeinden Weitnau und Missen-Wilhams als „Staatl. anerkannte Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams“ (AMR) vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben und der Verwaltung für Ländliche Entwicklung Bayern gefördert wurden, konnten zahlreiche Projekte in beiden Gemeinden angeschoben und zur Umsetzungsreife gebracht werden (siehe Abschlussbericht in der letzten Ausgabe der Bergstätten).

Grundlage für die Förderfähigkeit der Projekte war zum einen das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern oder der Kommune selbst, zum anderen sollten die Projekte einen positiven Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Modellregion Weitnau und Missen-Wilhams leisten.
 

Carl-Hirnbeinweg Weitnau/Missen-Wilhams

Der 20 Jahre alte Themenweg, der die beiden Projektgemeinden verbindet, wurde von einer Projektgruppe bewertet und neu konzipiert. Von der Neukonzeption bis zur Druckdatenerstellung für die neuen Infotafeln wurde das Projekt aus AMR-Mitteln vorangetrieben. Der Bau der Stationen konnte im Anschluss mithilfe von LEADER-Fördermitteln realisiert werden.


Ortskernentwicklung Weitnau

Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich in vielen Zusammenkünften mit der Entwicklung des Ortszentrums Weitnau und gab dazu eine Studie in Auftrag. Diese bildete u. a. die Grundlage für die Entscheidung des Gemeinderates, ein neues Feuerwehrhaus am Ortsrand zu errichten. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes der Ländlichen Entwicklung Schwaben soll in den nächsten Jahren der Ortskern weiterentwickelt werden.
 

Ganzjahres-Tourismuskonzept Missen-Wilhams

Erstellung des Konzeptes als Grundlage für die weitere touristische Entwicklung durch Projektleiter Aaron Holtermann. Für die Erhaltung der Skilifte an der Thalerhöhe im Missener Ortsteil Wiederhofen wurde ein Kommunikationskonzept erstellt und die Gründung der Genossenschaft unterstützt werden.
Das neue touristische Angebot mit fünf Baumchalets in Wiederhofen, das Holtermann als Unternehmer umsetzte, konnte ebenfalls nachhaltig unterstützt werden.

 

Themenstationen „Tannenregion von Weitnau bis zum Bodensee“

Die Westallgäuer Waldbesitzer-Vereinigung schafft zwischen Weitnau und Bodensee Informationspunkte zum Thema nachhaltige Waldwirtschaft insbesondere am Beispiel Weißtanne. Ähnlich wie beim Hirnbeinweg konnte auch hier die Konzeption und die Gestaltung gefördert werden. Die Realisierung erfolgt ebenfalls mithilfe von LEADER-Fördermitteln.
 

Offene Jugendtreffs in den Projektgemeinden

Sowohl in Missen-Wilhams wie auch in Weitnau konnten sich mit Hilfe von Sozialarbeiter Karl Nutz Gruppen von Jugendlichen etablieren, die sich mit der Schaffung von offenen Jugendtreffs beschäftigt. Auf Weitnauer Seite wird die Gruppe von engagierten Erwachsenen unterstützt.
 

Heimat im Alter Weitnau/Missen-Wilhams

Mit AMR-Förderung wurde von der Diakonie Allgäu ein Konzept für moderne Seniorenwohnformen in beiden Gemeindegebieten erstellt. Es dient als Grundlage für die Weiterentwicklung des Themas in Missen-Wilhams und Weitnau.
 

Skilift Weitnau

Zum Erhalt des Weitnauer Skilifts erhielt auch der neugegründete Bergsportverein Weitnau Unterstützung durch die AMR. Die Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie und die Hilfe bei der Vereinsgründung durch einen Steuerberater wurden aus AMR-Mitteln unterstützt.
 

Landwirtschaftliche Projekte

Auch innovative Projekte im landwirtschaftlichen Bereich, wie das Beweidungsprojekt auf dem KugelSüdhangHof Sibratshofen, die Erlebnisführungen auf dem Arche-Hof Birk in Hellengerst und die Umstellung vom Milchviehbetrieb zum Permakulturhof auf dem Oberstixner-Hof in Missen-Wilhams konnten vielfältig gefördert werden. Ebenso die Initiative „Weitnauer Kalb“, die sich mit der regionalen Vermarktung von Kälbern von Weitnauer Höfen beschäftigt.
 

Kunst- und Kulturschmiede Sibratshofen

In Sibratshofen gibt es nach Schließung der letzten Wirtschaft keinen Dorftreffpunkt mehr. So entstand die Idee eines „offenen Dorftreffs“ im Gebäude der ehemaligen Schmiede. Mit AMR-Förderung wurde der Gebäudebestand überprüft und ein fundiertes Sanierungskonzept erstellt.
 

Dachmarke für die Gemeinden sowie einheimische Unternehmer

Die Entwicklung einer Dachmarke, basierend auf dem Pioniergeist eines Carl Hirnbein, stand ganz am Anfang des Engagements der AMR-Aktiven. Das Motto „Heimat des Allgäu-Pioniers“ hat sich als roter Faden durch fast alle Projekte und Veranstaltung der AMR gezogen. Es wurde auch ein Logo auf Grundlage der vorgegebenen Inhalte geschaffen.

 

Forum für Pioniere, Tüftler und Mächler

Unter demselben Motto stand auch das, gemeinsam mit der Regionalentwicklung Oberallgäu durchgeführte „Forum für Pioniere, Tüftler und Mächler“. Dieses wurde zwei Mal im Rahmen des Weitnauer Herbstmarkts veranstaltet, bzw. im Corona-Jahr 2020 als Vortragsreihe.

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